Managed IT bedeutet: Ein externer Dienstleister, ein sogenannter Managed Service Provider (MSP), übernimmt die Verantwortung für klar definierte Aufgaben innerhalb Ihres IT-Betriebs. Proaktiv, vertraglich geregelt und zu einem festen monatlichen Preis. Das kann der komplette Betrieb sein, muss es aber nicht. Welche Bereiche Sie abgeben und welche intern bleiben, entscheiden Sie. 

 

Welche Probleme löst das Modell? 

Die meisten Geschäftsführer kommen nicht zum Thema Managed IT, weil sie etwas Neues ausprobieren wollen. Sie kommen, weil etwas nicht funktioniert. 

Ein MSP dreht die Logik um. Statt zu reparieren, was kaputt geht, sorgt er dafür, dass es möglichst gar nicht erst kaputt geht. Was das im Alltag bedeutet, welche fünf Unternehmenstypen besonders profitieren und wo die Grenzen liegen: 

→ Weiterlesen: Wann lohnen sich Managed IT Services? 

 

Woran erkennen Sie guten Managed Service? 

Gute IT fällt nicht auf. Keine Ausfälle, kein Warten, keine Überraschungen. Managed Services verlagern nicht nur die Aufgabe, sondern auch die Ergebnisverantwortung an den Anbieter. 

Fünf Fragen reichen, um den Zustand Ihrer IT einzuschätzen. Keine davon erfordert technisches Wissen. 

→ Weiterlesen: IT, die nicht auffällt: Was reibungsloser IT-Betrieb bedeutet 

 

Was kostet Managed IT? 

Üblich ist ein monatlicher Festpreis (z.B. pro Arbeitsplatz). Das setzt den richtigen Anreiz: Der MSP verdient nicht an Ihren IT-Problemen, sondern daran, dass möglichst keine entstehen. 

Für die Geschäftsführung heißt das: IT wird zur planbaren Betriebsausgabe (OPEX). Statt im Januar 3.000 Euro und im Juni plötzlich 18.000 Euro für IT-Leistungen zu bezahlen, wissen Sie am Jahresanfang, was IT im Dezember kostet. Das erleichtert Budget- und Liquditätsplanung und macht Schluss mit Überraschungsrechnungen. 

→ Weiterlesen: Managed IT zum Festpreis: Kalkulierbare IT-Kosten (in Vorbereitung) 

 

Welche Vorteile und Risiken hat IT-Outsourcing? 

Managed IT Services fällt in die Kategorie des IT-Outsourcing. Kostenplanbarkeit, breitere Expertise, Skalierbarkeit sind die Vorteile. Aber es hat auch Fallstricke. Wer zum Beispiel den Dienstleister wechselt, ohne vorher die Dokumentation zu klären, steht im schlimmsten Fall ohne Zugangsdaten da. Wer beides vorher durchdenkt, entscheidet besser. 

→ Weiterlesen: Vorteile und Risiken von IT-Outsourcing (in Vorbereitung) 

 

Eigene IT, auslagern oder beides? 

Die Antwort ist selten schwarz-weiß. Ein Produktionsunternehmen mit 200 Mitarbeitern braucht ein anderes Modell als ein Dienstleister mit 60. Je nach Unternehmensgröße und vorhandenen Ressourcen gibt es drei Wege: vollständiges Outsourcing, hybride Zusammenarbeit oder Co-Managed IT, bei der Ihr IT-Leiter die Strategie behält und der MSP das Tagesgeschäft übernimmt. 

→ Weiterlesen: Managed IT vs. eigener IT-Mitarbeiter: Was rechnet sich? (in Vorbereitung) 

→ Weiterlesen: Co-Managed IT: Internes Team und externer Partner (in Vorbereitung) 

→ Weiterlesen: Wenn der IT-Leiter kündigt: Wissensmonopole als IT-Risiko (in Vorbereitung) 

 

Wie finden Sie den richtigen Anbieter? 

Die Auswahl eines MSP ist eine der folgenreichsten IT-Entscheidungen für ein mittelständisches Unternehmen. Worauf es ankommt, lässt sich auf wenige Kriterien reduzieren: Verantwortungsbereitschaft, Transparenz und die Fähigkeit, IT in Ihrer Sprache zu erklären. Wenn nach dem ersten Gespräch mehr Fachbegriffe im Raum stehen als vorher, ist das kein gutes Zeichen. 

→ Weiterlesen: Managed Service Provider richtig auswählen (in Vorbereitung) 

→ Weiterlesen: Die 5 häufigsten Fehler beim IT-Outsourcing (in Vorbereitung) 

 

So starten Sie 

Wenn Sie unsicher sind, ob Managed IT zu Ihrem Unternehmen passt, beginnen Sie mit dem Beitrag Wann lohnen sich Managed IT Services? Dort sehen Sie schnell, ob sich das Modell für Ihre Situation eignet. Und wenn Sie direkt einordnen wollen, wo Sie stehen: Sprechen Sie uns an. 

Der Artikel ist von

Eduard Hübscher

Wir betreuen seit über 28 Jahren mittelständische Unternehmen mit 20 bis 500 IT-Arbeitsplätzen. Diese Seite fasst zusammen, was wir dabei über IT-Outsourcing, Festpreismodelle und die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und IT-Dienstleister gelernt haben.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Managed IT und klassischer IT-Betreuung?

Klassische IT-Betreuung arbeitet nach dem Break/Fix-Prinzip: Etwas geht kaputt, jemand repariert es, Sie bekommen eine Rechnung. Ein MSP dreht das um. Er übernimmt die Verantwortung für definierte IT-Aufgaben, überwacht laufend und greift ein, bevor Probleme entstehen. Zu einem festen monatlichen Preis.

Ab welcher Unternehmensgröße lohnen sich Managed IT Services?

Sinnvoll ist das Modell ab etwa 20 Mitarbeitenden, besonders wenn kein internes IT-Team vorhanden ist oder ein einzelner IT-Mitarbeiter überlastet ist. Auch Unternehmen mit eigenem IT-Leiter nutzen Co-Managed-Modelle gezielt zur Entlastung.

Verliere ich die Kontrolle über meine IT, wenn ich Aufgaben auslagere?

Nein. Ein guter MSP schafft mehr Transparenz, nicht weniger. Sie bekommen regelmäßige Berichte, klare Zuständigkeiten und einen festen Ansprechpartner. Sie entscheiden weiterhin über Strategie, Budget und Prioritäten. Der MSP setzt um und berät.

Wie schnell kann ein MSP bei Problemen reagieren?

Das regelt das Service Level Agreement. Üblich sind garantierte Reaktionszeiten, zum Beispiel vier Stunden bei kritischen Störungen. Ein guter MSP löst allerdings viele Themen, bevor Sie überhaupt etwas davon mitbekommen.

Muss ich meinen kompletten IT-Betrieb abgeben?

Nein. Managed IT ist modular aufgebaut. Sie können einzelne Bereiche wie Helpdesk, Security oder Infrastruktur-Betrieb auslagern und andere intern behalten. Was sinnvoll ist, hängt von Ihrer Unternehmensgröße und Ihrem vorhandenen Team ab.

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